„Beweist durch die Tat, dass Ihr anders denkt!“ – Die BKI-Klassen in Ulm

Am 19. Juni 2026 begaben sich die Berufskolleg-I-Klassen der JFS in Ulm auf Spurensuche zur Zeit des Nationalsozialismus. Den Auftakt bildete die Dauerausstellung „wir wollten das andere“ in der DenkStätte Weiße Rose. Dr. phil. Andreas Lörcher führte die Schülerinnen und Schüler durch die Lebenswege Ulmer Jugendlicher, die sich dem Regime widersetzten – unter ihnen die aus Ulm stammenden Geschwister Hans und Sophie Scholl. Dass diese mutigen jungen Menschen kaum älter waren als sie selbst, machte viele nachdenklich.

Der Hitze zum Trotz erklommen einige in der Mittagspause noch das Ulmer Münster, bevor es weiterging zur KZ-Gedenkstätte Fort Oberer Kuhberg. Herr König führte durch das frühe Konzentrationslager des Landes Württemberg, in dem von 1933 bis 1935 über 600 Regimegegner inhaftiert waren. Ziel des frühen Lagers war es, politische und weltanschauliche Gegner durch Terror zu brechen und die Bevölkerung einzuschüchtern. So standen die Schülerinnen und Schüler in den feuchten, unterirdischen Häftlingsunterkünften und vor den Sonderhaftzellen – Räume, die ohne viele Worte für sich sprachen.

Ein eindrücklicher Tag, der zeigte, dass unsere Geschichte mehr ist als ein Kapitel im Schulbuch. Unser Dank gilt Frau Lein, Dr. Lörcher und Herrn König für die berührenden Führungen.