{"id":847,"date":"2015-11-30T08:38:57","date_gmt":"2015-11-30T08:38:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jfs.de\/?p=847"},"modified":"2015-11-30T08:43:28","modified_gmt":"2015-11-30T08:43:28","slug":"israel-austausch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jfs.de\/?p=847","title":{"rendered":"Israel-Austausch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-859\" src=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/israel_15.jpg\" alt=\"israel_15\" width=\"400\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/israel_15.jpg 400w, https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/israel_15-300x146.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>In den vergangenen Jahren hat sich ein lebendiger und vielschichtiger Austausch zwischen unserer Schule und der Thelma Yellin High School of Arts in Tel Aviv entwickelt. Ziel ist es unter anderem, den Sch\u00fclern die besondere Verantwortung Deutschlands gegen\u00fcber Israel zu vermitteln, zunehmend jedoch auch zukunftsweisende gemeinsame Interessen aufzubauen. Bei unserem Austausch spielt die Musik als v\u00f6lkerverbindendes Element eine besondere Rolle.<\/p>\n<p>Einen visuellen Einblick in diesen Austausch bietet der folgende Film, den eine Sch\u00fclerin gemacht hat:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/open?id=0B5BtRDWApvavSlhyX25wMFdRMkk\" target=\"_blank\">https:\/\/drive.google.com\/open?id=0B5BtRDWApvavSlhyX25wMFdRMkk<\/a><\/p>\n<p><!--more-->Wir sind am 28.10.2015 mit 10 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern um 12.30 in Stuttgart abgeflogen und sind nach einem Zwischenstopp in Istanbul um 21.30 am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv gelandet. Da die israelische Gruppe im Juli schon eine Woche in Deutschland war, hatten sich dort schon enge Beziehungen zwischen den Austauchsch\u00fclern entwickelt, so dass die Wiedersehensfreude beidseitig sehr gro\u00df war und sich alle auf das mehrt\u00e4gige Miteinander und das Vertiefen der deutsch-israelischen Freundschaft freuten.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung gingen deshalb auch die deutschen Sch\u00fclern rasch mit ihren Gastfamilien nach Hause.<\/p>\n<p>Da das verbindende Element der Reise die Musik war, haben wir uns am n\u00e4chsten Morgen vor dem einzigen Opernhaus in Israel getroffen und dort eine F\u00fchrung erhalten. Da zuf\u00e4lligerweise ein Ballettensemble aus D\u00fcsseldorf gastierte, konnten wir ihnen bei den Proben zuschauen und so einen fantastischen Einblick in das Leben hinter den Kulissen erhalten. Danach haben wir eine Stadtbesichtigung zu den wichtigsten politischen, historischen als auch kulturellen Sehensw\u00fcrdigkeiten Tel Avivs zu Fu\u00df durchgef\u00fchrt, welche am Strand endete, weshalb die Sch\u00fcler die Gelegenheit nutzen bei 28 Grad im Meer zu baden. Nach einem gemeinsamen Essen wurden die Sch\u00fcler von ihren Gasteltern abgeholt.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag waren wir mit dem Bus unterwegs, der uns zun\u00e4chst nach Haifa f\u00fchrte. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt besuchten wir das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai-Religion. Die Sch\u00fcler erfuhren, dass in Israel neben den drei gro\u00dfen Weltregionen insgesamt sechs verschiedene Religionen beheimatet sind. Am Nachmittag sind wir dann weiter in die 4000 Jahre alte Hafenstadt Akko. Da wir einen F\u00fchrer dabei hatten, wurde uns erkl\u00e4rt, wie hier das Zusammenleben zwischen israelischen Juden und israelischen Arabern, trotz der allgemeinen Spannungen, funktioniert. Nach der Besichtigung der Altstadt, einer der orientalischsten St\u00e4dte Israels, die von einer Festungsanlage umgeben ist, wurde eine Bootsfahrt durch den Hafen, der mehrere Jahrhunderte einer der wichtigsten des \u00f6stlichen Mittelmeers war, angeschlossen. Danach ging es wieder zur\u00fcck nach Tel Aviv.<\/p>\n<p>Den dritten Tag verbrachten die Sch\u00fcler zuhause in ihren Gastfamilien. An diesem Tag nutzten viele die Gelegenheit, Tel Aviv mit dem E-Bike zu erkunden.<\/p>\n<p>Mit dem emotionalen Besuch der Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem, die an die Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten erinnert,\u00a0 wurde den Sch\u00fcler am vierten Tag noch einmal die besondere Verantwortung\u00a0 Deutschlands gegen\u00fcber Israel verdeutlicht. Mit einer Kranzniederlegung wurde den vielen j\u00fcdischen Opfern gedacht. Am Nachmittag stand der Besuch Jerusalems auf dem Programm. Aufgrund der angespannten Lage war ein Besuch der Altstadt leider nicht m\u00f6glich, sodass wir nur den j\u00fcdischen Teil Jerusalems besucht konnten. Dort waren wir dann im Verteidigungsministerium, in dem wir von einem F\u00fchrer Informationen zur Geschichte des Staates Israels erhalten haben. Urspr\u00fcnglich war geplant, dass wir die Nacht in der Negev-W\u00fcste in einem Beduinenzelt verbringen w\u00fcrden und am n\u00e4chsten Tag dann ans Tote Meer fahren. Aber ein f\u00fcr diese Jahreszeit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Sturm machte es uns unm\u00f6glich in den S\u00fcden weiterzufahren, so dass wir schweren Herzens wieder zur\u00fcck nach Tel Aviv mussten.<\/p>\n<p>Da sich das Programm kurzfristig \u00e4nderte, verbrachten die Sch\u00fcler den Morgen des f\u00fcnften Tages bei ihren Gastfamilien. Am Nachmittag haben wir uns dann in der Thelma Yellin High School of Modern Art getroffen, einer faszinierenden Kaderschmiede f\u00fcr den k\u00fcnstlerischen Nachwuchs in Israel. Dort konnten wir das hohe Niveau in den Bereichen Klassisches Orchester, Klassisches Ballett, Jazz, Bildende K\u00fcnste, Theater und Filmregie hautnah kennenlernen. Hier wurde auch der Unterschied mit unserer auf kaufm\u00e4nnische Berufe und Schulprofile ausgerichteten Berufsschule deutlich, was meiner Meinung nach diesen Austausch so spannend macht. Da der Austausch sich auf die Jazzsektion der Schule beschr\u00e4nkt, haben wir dort besonders viel Zeit verbracht. Am Abend haben wir dann die Vorstellung des D\u00fcsseldorfer Ballettensembles in der Tel Aviver Oper bewundern d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Den\u00a0 letzten Tag unseres Aufenthaltes haben wir im Eretz Israel Museum begonnen, welches die kulturelle Geschichte zum Schwerpunkt hat. Um noch einmal in die Geschichte Israels einzutauchen, haben wir danach eine F\u00fchrung durch das Haus erhalten, in dem David Ben Gurion 1948 die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung verlas. Am Abend stand die Musik im Mittelpunkt. Unsere Austauschsch\u00fcler veranstalten in einem der gr\u00f6\u00dften Jazzclubs zum Abschluss ein Konzert f\u00fcr uns. Am Morgen des 28.10.2015 wurden die Sch\u00fcler von ihren Gastfamilien an den Flughafen gebracht und wir machten uns nach einem tr\u00e4nenreichen Abschied auf die Heimreise.<\/p>\n<p>Die kulturelle, geschichtliche, k\u00fcnstlerische Vielfalt Israels wurde den deutschen auf eindrucksvolle Weise erlebbar und erfahrbar gemacht. Durch den intensiven Austausch unter den Sch\u00fclern, war es f\u00fcr beide Seite m\u00f6glich, einen Einblick in die kulturelle Welt des jeweiligen Landes zu erhalten. Die vom Geist echter Freundschaft getragene Begegnung erm\u00f6glicht es den Sch\u00fclern dem jeweiligen Gegen\u00fcber vorurteilsfrei entgegenzutreten, wobei vor allem die Musik, im Sinne des Themas, hierbei eine Transportfunktion \u00fcbernimmt. Auch die Lehrkr\u00e4fte lassen sich von diesem Erkenntnisgewinn nicht ausnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen Jahren hat sich ein lebendiger und vielschichtiger Austausch zwischen unserer Schule und der Thelma Yellin High School of Arts in Tel Aviv entwickelt. 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