{"id":171,"date":"2015-01-29T13:51:28","date_gmt":"2015-01-29T13:51:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jfs.de\/?page_id=171"},"modified":"2015-01-29T14:11:57","modified_gmt":"2015-01-29T14:11:57","slug":"schulgeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jfs.de\/?page_id=171","title":{"rendered":"Schulgeschichte"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>&#8222;Hier wird Geschichte geschrieben.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Die Geschichte des kaufm\u00e4nnischen Schulwesens in Kirchheim unter Teck<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/spital3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-178\" src=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/spital3.jpg\" alt=\"spital3\" width=\"190\" height=\"287\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Die Anf\u00e4nge<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang des kaufm\u00e4nnischen Ausbildungswesens in Kirchheim stand die Privatinitiative des Kolonialwarenh\u00e4ndlers, Zigarrenherstellers und Gro\u00dfh\u00e4ndlers 0. Waiblinger, der zwei jungen Leuten &#8222;von der Handlung&#8220; eine Ausbildung in einer Anzeige im 1832 gegr\u00fcndeten damaligen &#8222;Kirchheimer Amts- und Intelligenzblatt&#8220; anbot. Dar\u00fcber hinaus offerierte er auch allgemeine kaufm\u00e4nnische Kurse. Zusammen mit seinem Kompagnon A. K\u00f6zle gr\u00fcndete er 1862 eine private Handelsschule. In diese trat an Stelle Waiblingers 1869 Louis Aheimer ein. Diese Schule wurde sp\u00e4ter von der Marktstra\u00dfe in die heutige Max-Eyth-Stra\u00dfe, dort vom Schenkschen Haus ins Stiftshaus, verlegt. 1877 \u00fcbernahm Aheimer das Institut alleine als Internat, erweiterte es 1891 zur Realschule mit &#8222;Einj\u00e4hrigem-Examen&#8220; als Abschlu\u00df. 1904 konnte das Institut dann einen Neubau an der Stuttgarter Stra\u00dfe beziehen, in dem die Aheimersche Privathandelsschule noch bis 1921 untergebracht war. Daneben bem\u00fchten sich ab 1889 der Kaufm\u00e4nnische Verein Merkur sowie der Gabelsbergsche Stenographenverein und der Deutschnationale Handlungsgehilfen Verband um die kaufm\u00e4nnische Ausbildung und die Lehrlingspr\u00fcfungungen.<\/p>\n<p>Nach dem W\u00fcrttembergischen Gesetz f\u00fcr die Gewerbe- und Handelsschulen von 1906 wurde den Gemeinden die Errichtung solcher Schulen als Pflichtschulen \u00fcbertragen. Die Stadt Kirchheim er\u00f6ffnete danach 1910 eine Gewerbeschule mit angeschlossener Handelsabteilung. 1912 wurde diese als St\u00e4dtische Handelsschule selbst\u00e4ndig. Nach mehrfacher Verlegung war sie ab 1924\/25 im ehemaligen Spital &#8211; der sp\u00e4teren Pr\u00e4parandenanstalt (Lehrerbildungsanstalt) und dem heutigen Sitz derVolkshochschule-bis 1970 untergebracht.<\/p>\n<p><strong>Nach dem Zweiten Weltkrieg<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg f\u00fchrten geburtenstarke Jahrg\u00e4nge und der Zuzug von Heimatvertriebenen anfangs zu raschem Sch\u00fclerzuwachs und Raumnot, die bis in die 80er Jahre anhielt. Im Jahr 1950\/51 \u00fcbernahm der damalige Kreis N\u00fcrtingen die Schultr\u00e4gerschaft f\u00fcr die beruflichen Schulen. Der seit 1924, zum Schlu\u00df als Leiter, t\u00e4tige Dr. Schilling wechselt nach Esslingen. Ihm folgte 1953 Dr. Hermann Sanne, der das Schulleiteramt bis November 1966 bekleidete. 1955 errichtete der Kreis an der Bosch-\/ Ecke Henriettenstra\u00dfe einen Neubau, in dem die kaufm\u00e4nnischen Vollzeitschulen den obersten Stock erhielten, w\u00e4hrend die kaufm\u00e4nnische Berufsschule in der Pr\u00e4parandenanstalt verblieb. Im selben Jahr wurde das Berufsfachschulwesen neu geordnet durch Unterteilung in die Handelsschule, die sp\u00e4tere Wirtschaftsschule, und die H\u00f6here Handelsschule, die mit der Fachschulreife abschlo\u00df und den \u00dcbergang auf die Wirtschaftsoberschule, dem heutigen Wirtschaftsgymnasium, erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p><strong>1970 bis heute<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/schule_aussen_4_k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-175\" src=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/schule_aussen_4_k-300x225.jpg\" alt=\"schule_aussen_4_k\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/schule_aussen_4_k-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.jfs.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/schule_aussen_4_k.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ab 1968 lenkte G\u00fcnther Schn\u00fcrch die Geschicke der Schule nach kommissarischer Leitung durch Hannes Schmiedel, der bis April 1978 stellvertretender Schulleiter war. 1970\/71 wurde ein Erweiterungsbau an der Henriettenstra\u00dfe eingeweiht, der vor\u00fcbergehend die kaufm\u00e4nnischen Schulen aufnahm, sp\u00e4ter das Technische Gymnasium der Max-Eyth-Schule. 1972 konnten ein weiterer Anbau an der Boschstra\u00dfe sowie die Kreissporthalle bezogen werden, so da\u00df bereits 1971 das Wirtschaftsgymnasium eingerichtet werden konnte. 1978\/79 entstand aus der einj\u00e4hrigen H\u00f6heren Handelsschule (Oberstufe) das zweij\u00e4hrige Kaufm\u00e4nnische Berufskolleg, das in unterschiedlicher Ausrichtung zur Fachhochschulreife f\u00fchrt. 1979 folgte die Einf\u00fchrung der zweij\u00e4hrigen Berufsfachschule f\u00fcr B\u00fcrotechnik.<\/p>\n<p>Der vierte Bauabschnitt erweiterte den Anbau an der Boschstra\u00dfe und brachte einen neuen Eingangsbereich, die Einrichtung einer gemeinsamen Schulbibliothek f\u00fcr die Jakob-Friedrich-Sch\u00f6llkopf und die Max-Eyth-Schule sowie eine Cafeteria. Anfang der 80er Jahre wurde der Unterricht in Datenverarbeitung eingef\u00fchrt und kontinuierlich ausgebaut. Seit Juli 1989 leitet Oberstudiendirektor Norbert H\u00e4user die Schule. 1991 nahm der F\u00f6rderverein seine Arbeit auf und die Schule erhielt ihren jetzigen Namen &#8222;Jakob-Friedrich-Sch\u00f6llkopf Schule&#8220;. 1998 wurde der Schule die Aufgabe \u00fcbertragen, eine Fachklasse f\u00fcr den neuen Ausbildungsberuf &#8222;Automobilkaufmann\/-kauffrau&#8220; aufzubauen.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Das berufliche Schulwesen ist seit jeher mit der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung verbunden. Die Gr\u00fcndung der Privaten Handelsschule ist nur vor dem Hintergrund der &#8222;Industriellen Revolution&#8220; zu verstehen, die neue Anforderungen an Beruf und Ausbildung gerade im kaufm\u00e4nnischen Bereich stellte. Ebenso spiegelt die derzeitige Situation der Schule die gesellschaftliche Lage in den 90er Jahren wieder. Einerseits ist sie durch eine abnehmende Zahl an Berufssch\u00fclern charakterisiert, andererseits versuchen immer mehr Sch\u00fcler, sich \u00fcber ihren urspr\u00fcnglich erreichten Abschlu\u00df &#8211; meist Hauptschulabschlu\u00df oder Mittlere Reife- hinaus weiterzuqualifizieren, um ihre Chancen auf die knapper gewordenen Lehrstellen zu verbessern.<\/p>\n<p>Auf diese ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen mu\u00df sich die Schule im p\u00e4dagogischen Bereich einstellen. In diesem Zusammenhang steht vor allem die Aktualisierung der Lehrpl\u00e4ne in fast allen Schularten, die Einf\u00fchrung neuer Unterrichtsformen sowie die Umsetzung neuer Berufsbilder im Berufsschulbereich im Vordergrund. Die Durchf\u00fchrung berufsorientierter Projekte, das handlungsorientierte Lernen sowie die Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz &#8211; unterst\u00fctzt durch die internationalen Kontakte unserer Schule &#8211; sollen zum Erwerb von Schl\u00fcsselqualifikationen f\u00fchren, die wiederum Voraussetzung f\u00fcr einen erfolgreichen Weg in den Beruf sind.<\/p>\n<p>Die neuen Anforderungen werden\u00a0konsequent in F\u00e4chern wie\u00a0&#8222;Global Studies&#8220;, Wirtschaftsinformatik oder Internationale Wirtschaft im Wirtschaftsgymnasiums umgesetzt. Im Berufskolleg wird\u00a0in der \u00dcbungsfirma und der Juniorfirma ein moderner, handlungsorientierter Unterricht vorangetrieben. In der Wirtschaftsschule werden neue p\u00e4dagogische Konzepte erprobt und mit F\u00e4chern wie &#8222;Ich und Wir&#8220; neue Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. In der Berufsschule setzt sich zunehmend ein lernfeldorientierter Unterricht durch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Hier wird Geschichte geschrieben.&#8220; Die Geschichte des kaufm\u00e4nnischen Schulwesens in Kirchheim unter Teck Die Anf\u00e4nge Am Anfang des kaufm\u00e4nnischen Ausbildungswesens in Kirchheim stand die Privatinitiative des Kolonialwarenh\u00e4ndlers, Zigarrenherstellers und Gro\u00dfh\u00e4ndlers 0. 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